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Häufig gestellte Fragen: So finden Sie sicheres Spielzeug

Fragen und Antworten rund um das Thema "gefährliches Spielzeug"

Wie kann ich die Liste von EU-Info.de nutzen, um mich vor dem Kauf von unsicherem Spielzeug zu schützen?

Das Informationsportal EU-info.de bietet eine gut geordnete Liste mit über 600 gefährlichen Spielzeugen. Berücksichtigt sind die Spielwaren, vor denen das Schnellwarnsystem der Europäischen Kommission für gefährliche Konsumgüter im Jahr 2007 gewarnt hat. In den Listen von EU-Info.de sind die Produkte übersichtlich nach Kategorien - zum Beispiel Holzspielzeug, Lernspielzeug, Musikinstrumente - geordnet. Jedes Spielzeug wird mit Foto abgebildet. Zweifeln Sie an der Sicherheit des neu gekauften Teddybären, dann vergewissern Sie sich, ob dieser in der Kategorie „Kuscheltiere“ aufgelistet ist. Die Listen können Sie ganz einfach ausdrucken und zum Weihnachtseinkauf mitnehmen.

Wie kam es zur Häufung von Rückrufen in den letzten Monaten?

Anfang August 2007 ließ ein großer Spielzeughersteller Produkte vom Markt holen, weil sie in China mit bleihaltiger Farbe bemalt wurden. In vier Monaten folgten noch drei weitere Rückrufaktionen. Kontrollen ergaben, dass lösbare Magneten und zu hoher Bleigehalt Kinder gefährdeten. Hinzu kam, dass 2007 beim Schnellwarnsystem der EU für gefährliche Konsumgüter Spielwaren negativ auffielen. Hersteller und Prüfer mussten reagieren, neue Rückrufe anordnen und strenger kontrollieren.

Woran erkenne ich sicheres Spielzeug?

Wenn Sie Spielsachen für Ihr Kind aussuchen, sollten Sie auf die Verpackung schauen. Die CE-Kennzeichung muss auf jedem Produkt sichtbar sein. Damit gibt der Hersteller an, dass er sich an die gesetzlichen Bestimmungen gehalten hat. Das CE-Zeichen ist aber weder ein Qualitäts- noch ein Sicherheitssiegel. Eine höhere Aussagekraft hat das GS-Zeichen, das von einem unabhängiges Institut, zum Beispiel dem TÜV, vergeben wird. Die wichtigsten Siegel finden Sie hier. Ganz schlechte Produkte können Sie schon mit bloßem Auge erkennen. Verzichten Sie auf Produkte mit scharfen Ecken und Kanten, mit ablösbaren Kleinteilen und ungewöhnlichem Geruch. Spielzeug sollte immer dem Alter des Kindes angemessen sein. Kinder unter 3 Jahren sollten nicht mit Spielzeug spielen, das kleiner als ein Tischtennisball ist.

Welche Gefahren drohen meinem Kind durch schlechtes Spielzeug?

Scharfe Plastikkanten oder dünne Holzteile, die splittern können, werden immer wieder von Kontrolleuren bemängelt. Noch gefährlicher können locker befestigte Kleinteile sein, an denen sich das Kind verschlucken kann – zum Beispiel das locker befestigte Mundstück einer Spieltrompete. Auch eine Zieh-Ente fiel auf: die Kordel war so lang, dass sich das Kind daran strangulieren könnte. Moniert wurden ferner heißlaufende Batterien und bleihaltige Farben, an denen sich Kinder vergiften können.

Gibt es giftiges Spielzeug?

Ja. Ein Spielzeughersteller ließ 2007 weltweit Spielzeug aus den Regalen holen, weil es mit bleihaltiger Farbe bemalt wurde. In Deutschland betraf es die „Kleinen Musikinstrumente der Sesamstraße“. Jeder wahrnehmbare Geruch an Spielzeug kann auf gesundheitsschädliche Lösungsmittel hinweisen. Lackierte Spielwaren sollten speichel- und schweißfest sein, dies erkennen Sie am Hinweis "DIN 53160". Tipp: Durch Reiben kann man kontrollieren, ob das Spielzeug abfärbt. Bei Kunststoff sollte auf die Vermerke „PVC-frei“ oder „Phthalat-frei“ geachtet werden. Auf giftige Weichmacher (Phthalate) sollten die Hersteller von Kunststoff-Spielzeug verzichten, da sie gesundheitsschädigend sind.

Wie werden Verbraucher vor gefährlichem Spielzeug geschützt?

Hersteller und Händler müssen sicherstellen, dass nur sichere Produkte auf den Markt gelangen. In der EU sind sie verpflichtet, die Behörden sofort zu informieren, wenn sie Gefahren bemerken. Die Warnung wird dann über das europäische Rapex-System verbreitet. Jedes Land hat eigene Behörden, die Produkte regelmäßig überprüfen und Verstöße über das Rapex-System europaweit bekannt machen. In Deutschland sind diese Kontrollen Ländersache. Nur in den seltensten Fällen gehen die Prüfer aber in die Läden und kontrollieren verdächtige Produkte. Sie werden in der Regel erst dann tätig, wenn ein Verdacht gemeldet wird.