Sollen in Zukunft wirklich Ekel-Bilder auf Zigaretten-Verpackungen?

Aktuelle Rechtsvorschriften zur Etikettierung von Tabakverpackungen

veröffentlicht am 27.05.2014, von SL

2012 wurde von der Europäischen Kommission ein neuer Richtlinienvorschlag vorgelegt, der sich mit der Frage der Warnhinweise auf Zigaretten-Verpackungen befasst. Hierbei handelt es sich gegenwärtig nur um einen Vorschlag, der noch kein geltendes Recht darstellt.

Kombinierte Warnhinweise (Bild plus Text) sollen in Zukunft in einer bestimmten Wechselfolge (Rotation) auf beiden Seiten der Zigaretten-Packungen erscheinen. Laut dem Vorschlag der Europäischen Kommission müssen künftig alle Zigaretten-Packungen eine Abbildung auf beiden Packungsseiten haben, und die gesundheitsbezogenen Warnhinweise müssen 75 % der Packungsfläche abdecken. Die Abbildungen werden genau vorgeschrieben und sollen eine drastische Warnung vor dem Zigaretten-Konsum darstellen.

Zusätzlich wird es auf den Packungen Informationen zur Raucherentwöhnung geben. Entsprechende Beratungsangebote, Hotlines und Websites werden ausdrücklich genannt. Weder die Verpackungen von Tabakerzeugnissen noch die Erzeugnisse selbst dürfen Elemente aufweisen, die für Zigaretten werben oder Verbraucher glauben machen, dass dieses Tabakprodukt weniger schädlich sei als andere Tabakerzeugnisse. Die Packung muss auch mit einem Hinweis darauf versehen sein, dass Tabakrauch über 70 krebserregende Substanzen enthält.

Rechtsvorschriften zur Etikettierung von Tabakverpackungen finden sich in der Richtlinie 2001/37/EG vom 5. Juni 2001 unter Artikel 5 im Detail beschrieben. Die Vorschriften für die Verwendung von Farbfotografien oder anderen Abbildungen zur Darstellung und Erklärung der gesundheitlichen Folgen des Rauchens sind über die Entscheidung 2003/641/EG der Kommission vom 5. September 2003 geregelt.

Hier finden Sie den neuesten Stand der Beratungen zur Reform der Warnhinweise auf Zigaretten-Verpackungen.



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