EU-Kommission: Trinkhalme und Einweggeschirr nicht mehr aus Kunststoff

Nutzung von Einwegkunststoffen soll zurückgedrängt werden

Trinkhalme, Einweggeschirr und viele andere Kunststoff-Produkte sollen  zukünftig nur noch aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt werden. Dies sieht ein Gesetzesentwurf vor, den die Europäische Kommission im Mai 2018 vorgelegt hat. So möchte die Kommission die zunehmende Meeresverschmutzung durch Plastikabfälle bekämpfen.

Die vorgeschlagene Richtlinie betrifft die 10 häufigsten Einwegkunststoffprodukte, die zusammen 70 Prozent der Meeresabfälle in Europa  ausmachen. Die neuen Vorschriften sehen ein Verbot von Kunststoff in vielen Produkten vor: Sofern es erschwingliche Alternativen gibt, dürfen die Einwegkunststoffprodukte nicht mehr vermarktet werden. Dieses Verbot soll für Wattestäbchen, Besteck, Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff gelten. Diese Produkte sollen aus umweltfreundlicheren Materialien hergestellt werden.

Trinkholme aus Glas, Holz oder Stroh? Fraglich, ob das im Kindergarten, Restaurant oder bei Sommerpartys wirklich ankommt. Gerade ältere Menschen und Menschen mit Behinderung sind unter Umständen auf Trinkhalme angewiesen. Auch beim Einweggeschirr sind noch viele kreative Gedanken erforderlich, um Alternativen zum Plastik zu entwickeln.

Es wird also noch viel Überzeugungsarbeit erforderlich sein, bevor die "Europäischen Plastikstrategie", die die Kommission im Januar 2018 vorlegte, umgesetzt wird. Die Strategie sieht auch ein Stärkung des Kunststoff-Recyclings vor. Alle Kunststoffverpackungen auf dem EU-Markt sollen bis 29130 recyclingfähig sein.



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