Werden Städtepartnerschaften noch unterstützt?

Städtepartnerschaften als Rezept gegen Europamüdigkeit

Städtepartnerschaften wurden nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen, um die Versöhnung der europäischen Völker und die Demokratie zu fördern. Im Mittelpunkt stehen die Begegnung und der Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern aus verschiedenen Ländern. Städtepartnerschaften werden von der EUim Rahmen des Programms „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ unterstützt. Dieses Programm bietet Förderung für Projekte, die einen Beitrag zum Verständnis der Bürgerinnen und Bürger von der EU, ihrer Geschichte und Vielfalt leisten. 

Das Programm wird von der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) der Europäischen Kommission betreut. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite der EACEA und dem EU-Bürgerschaftsportal der Europäischen Kommission. Hier finden Sie auch einen Flyer der Kontaktstelle Deutschland für das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ bei der Kulturpolitischen Gesellschaft, die für Fragen zum Programm zuständig ist. Die Förderung von Städtepartnerschaften wird von der EU-Regionalpolitik ermöglicht: Sie bietet mit der Europäischen Gruppierung für territoriale Zusammenarbeit (EGTZ) ein Instrument an, das auch für Städtepartnerschaften genutzt werden kann: Es soll die Durchführung von Projekten grenzüberschreitender Zusammenarbeit vereinfachen und fördern. 

Zur Gründung von Städtepartnerschaften haben mehrere Initiativen geführt: In Hinblick auf die deutsch-französischen Städtepartnerschaften war vor allem die Initiative von Schweizer Professoren und Autoren nach dem Zweiten Weltkrieg wichtig, die zur Bildung der Internationalen Bürgermeisterunion für deutsch-französische Verständigung (IBU) geführt hat. Die IBU wurde 1985 in den Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) eingegliedert. Noch heute ist die deutsche Sektion des RGRE für die Partnerschaften deutscher Städte zuständig. Auf der Internetseite des RGRE können Sie sich auch näher über deutsch-französische Städtepartnerschaften informieren. Allgemeine Informationen zur Geschichte und Entwicklung der Städtepartnerschaften finden Sie auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung.
 



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