Was tut die EU gegen Verkehrslärm?

Umweltaktionsprogramm: Umgebungslärm bekämpfen

Lärm schränkt die Lebensqualität der Menschen ein und stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Auf der Liste der Krankheiten auslösenden Umweltfaktoren steht Umweltlärm nach Luftverschmutzung an zweiter Stelle. Die Europäische Kommission möchte mit ihrem Umwelt-Aktionsprogramm bis 2020 diese Lärmbelastung in der Europäischen Union (EU) zu reduzieren. 

Mit einem Umweltaktionsprogramm legt die EU für mehrere Jahre die Zielsetzungen der europäischen Umweltpolitik fest. Auf dieser Grundlage werden dann konkrete Gesetzesvorhaben entwickelt werden. Ein solches Gesetzvorhaben ist die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Umgebungslärm. Diese Richtlinie soll zur Lärmminderung bei Straßen- und Schienenfahrzeugen sowie Flugzeugen in bebauten Gebieten, öffentlichen Parks oder anderen ruhigen Gebieten von Ballungsräumen beitragen.

Die Richtlinie sieht die Erstellung von Lärmkarten vor. Auf Grundlage dieser Lärmkarten sollen die Mitgliedstaaten Aktionspläne entwickeln, um Lärm zu unterbinden oder zumindest zu verringern. Dies soll dem Schutz der Umwelt und der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger dienen. Stark belästigt über 14 Millionen Menschen werden in Europa durch Lärm stark belästigt. 5,9 Millionen Menschen werden erheblich im Schlaf gestört.

Die Pläne sollen ruhige Gebiete in städtischen Ballungszentren gegen eine Zunahme des Lärms zu schützen. Bestimmte Lärmquellen wie Nachbarschaftslärm fallen nicht in den Geltungsbereich der Richtlinie. 

Derzeit existieren EU-Grenzwerte für die Luftverschmutzung, jedoch keine Immissionsgrenzwerte der EU für den Verkehrslärm. Die Ergebnisse der Umgebungslärmrichtlinie zeigen, dass EU-weit sehr viele Menschen mit Lärmpegeln oberhalb der WHO-Empfehlungen belastet sind. Die Umgebungslärmrichtlinie fordert eine Lärmaktionsplanung bei Lärmproblemen und Lärmauswirkungen.



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