Studie: Brexit kostet britische Arbeitnehmer 470 Pfund pro Jahr

22.06.2022 13:49

London (dpa) - Knapp sechs Jahre nach dem Votum in Großbritannien zum
EU-Austritt zeichnet sich ab, dass die Entscheidung Arbeitnehmer in
dem Land teuer zu stehen kommen dürfte. Bis zum Jahr 2030 werde der
jährliche Einkommensverlust durch den Brexit für durchschnittliche
Arbeitnehmer 470 Pfund (umgerechnet rund 550 Euro) betragen, hieß es
in einer Studie der Londoner Denkfabrik Resolution Foundation und der
London School of Economics am Mittwoch. Grund dafür seien ein
geschwächtes Pfund sowie gesunkene Investitionen und weniger Handel.

Zwar seien die britischen Exporte in die EU nicht wie erwartet
eingebrochen, doch habe der Brexit «breite negative Auswirkungen auf
die britische Wettbewerbsfähigkeit und Offenheit für den Handel mit
einer ganzen Reihe von Ländern», sagte Chef-Ökonomin Sophie Hale von

der Resolution Foundation einer Mitteilung zufolge.

Die Wähler in Großbritannien stimmten am 23. Juni 2016 mit knapper
Mehrheit (52 Prozent) für einen Austritt aus der Europäischen Union.
Der Austritt fand nach jahrelangem Hin und Her am 31. Januar 2020
statt. Dank einer im Austrittsabkommen vereinbarten Übergangsphase
nahm das Land jedoch noch bis Ende 2020 an EU-Binnenmarkt und
Europäischer Zollunion teil.



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