Flüchtlingsdienst: 8000 Menschen starben vor der «Festung Europa»
12.06.2007 16:54
Luxemburg (dpa) - Mindestens 8000 Einwanderer und Flüchtlinge sind
nach Angaben des Jesuitischen Flüchtlingsdienstes (JRS) seit 1993
«bei dem Versuch gestorben, die "Festung Europa" zu erreichen». Das
seien alle zwei Tage drei Tote.
«Unterschiedslose und unmenschliche Grenzkontrollen zwingen
verzweifelte Menschen zu immer größeren Risiken, um vor extremer
Armut, Verfolgung und Krieg zu flüchten», erklärte die Organisation
zum Treffen der EU-Innenminister in Luxemburg am Dienstag. Der JRS
forderte die Regierungen auf, anlässlich des Weltflüchtlingstags am
20. Juni «über diesen nutzlosen Verlust von Menschenleben
nachzudenken» und die Menschenrechte über strikte Grenzsicherung zu
stellen. Die EU-Politik habe den Zugang zu Europa immer weiter
erschwert: Grenzzäune würden höher, Patrouillen intensiver.
dpa ff xx n1 la
