EU-Abgeordnete kritisiert Brüsseler Bedenken gegen Lufthansa-Plan
28.01.2009 18:02
Brüssel (dpa) - Die Bedenken der EU-Kommission gegen den Einstieg
der Lufthansa bei der belgischen Fluggesellschaft Brussels Airlines
stoßen auf Kritik der Europa-Abgeordneten Erika Mann (SPD). Es sei
«nicht nachvollziehbar», dass die EU-Behörde den Zusammenschluss
eingehender untersuchen wolle, erklärte Mann am Mittwoch in Brüssel.
«Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, brauchen wir
zukünftig starke europäische Airlines», meinte die Abgeordnete. Die
Kommission sollte deshalb Fusionen von gesunden europäischen
Fluggesellschaften unterstützen statt behindern.
Die Kommission stört sich nach eigenen Angaben vom Montag daran,
dass die Lufthansa und Brussels Airlines nach der geplanten Übernahme
ein Monopol auf bestimmten Strecken zwischen Brüssel und Deutschland
sowie der Schweiz hätten. Auch Zugeständnisse der beiden Unternehmen
räumten die Bedenken der Wettbewerbshüter nicht aus. Die Unternehmen
hatten im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass Lufthansa zunächst 45
Prozent der Anteile der belgischen Fluggesellschaft für 65 Millionen
Euro erwerben will. Von 2011 bis 2014 hat Lufthansa demnach die
Möglichkeit, die gesamte Gesellschaft zu übernehmen. Brussels
Airlines war nach der Pleite der belgischen Sabena entstanden.
dpa ff xx n1 kf




