Bildt: Lage in Lettland bessert sich
30.06.2009 15:03
Stockholm (dpa) - Die Lage in dem von der Finanzkrise gebeutelten
Lettland stabilisiert sich nach schwedischem Eindruck wieder. «Es ist
besser als noch vor einigen Wochen», sagte der schwedische
Außenminister Carl Bildt am Dienstag in Stockholm vor Brüsseler
EU-Journalisten. Er hob die Rolle der nordischen Länder bei der
Absicherung der Region hervor. «Wir haben mehr für Island auf den
Tisch gelegt als der IWF (Internationale Währungsfonds). Wir haben
auch Lettland viel gegeben.»
Während die EU für Mitgliedsländer, die bisher nicht den Euro
einführten, einen Nothilfefonds von 50 Milliarden Euro habe, stünden
für Nachbarn, die nicht der Union angehören, gerade mal 0,5
Milliarden Euro EU-Mittel zur Verfügung. Bildt nannte in diesem
Zusammenhang keine Namen von Krisenländern. Die EU ist aber seit
längerem besorgt über die Lage in der Ukraine. Derzeit wird mit Kiew
über einen milliardenschweren Überbrückungskredit zur Absicherung
russischer Gaslieferungen verhandelt. Schweden übernimmt von 1. Juli
an turnusmäßig die EU-Amtsgeschäfte.
dpa cb xx n1 tm
