Slowakische Roma springen Sefcovic zur Seite
14.01.2010 19:52
Bratislava (dpa) - Der wegen angeblicher Roma-Feindlichkeit
angeprangerte designierte slowakische EU-Kommissar Maros Sefcovic hat
Schützenhilfe von der Volksgruppe selbst bekommen. Sefcovic habe sich
in seiner früheren Tätigkeit als slowakischer EU-Botschafter
«außerordentlich» für die slowakischen Roma eingesetzt, heißt es
in
einer am Freitag in Bratislava veröffentlichten gemeinsamen
Stellungnahme des Rates der Roma-Organisationen in der Slowakei und
mehrerer anderer slowakischer Roma-Vereinigungen. Die Stellungnahme
war an die staatliche Nachrichtenagentur TASR übermittelt worden.
Sefcovic habe sich in seiner fünfjährigen Tätigkeit «stets als
sehr offen gegenüber den Anliegen der Roma-Organisationen» gezeigt.
Mit seinem persönlichen Engagement habe er entscheidend dazu
beigetragen, dass die Slowakei eine neue Strategie zur Verbesserung
der Lage der marginalisierten Roma-Gemeinschaften beschlossen habe.
Auch habe er wesentlichen Anteil daran gehabt, dass die Slowakei
gemeinsam mit sieben anderen Staaten Ostmitteleuropas die sogenannte
«Roma-Dekade» ausgerufen habe, um auch grenzüberschreitend die
Lebensbedingungen der Roma zu verbessern.
dpa ct xx n1 dm
