Juncker ebenso wie Merkel für Euro-Währungsfonds
09.03.2010 12:45
Luxemburg (dpa) - Die Idee eines europäischen Währungsfonds hat
jetzt auch die Unterstützung des Vorsitzenden der Eurogruppe,
Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker. «Das darf aber keine
Einladung werden, sich im Sessel zurückzulehnen und in den eigenen
Anstrengungen nachzulassen», sagte Juncker nach einem Gespräch mit
Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag in Luxemburg. «Tausend
Fragen werden noch zu klären sein, aber die Stoßrichtung von
(Bundesfinanzminister Wolfgang) Schäuble findet unsere Zustimmung»,
sagte Juncker.
«Es geht nicht darum, den Stabilitätspakt aufzuweichen, sondern
nur die Instrumente zu schärfen», sagte Merkel. Der Stabilitätspakt
sehe keine Möglichkeit vor, auf Probleme wie das griechische zu
reagieren. «Wir sollten diese Möglichkeit ins Auge fassen», sagte
Merkel zum Währungsfonds.
Juncker und die Bundeskanzlerin betonten jedoch, der Währungsfonds
komme als Mittel zur Hilfe für Griechenland nicht in Betracht. «Das
ist eine kurzfristig zu klärende Problemlage.» Juncker bekräftigte,
er sei zuversichtlich, dass Griechenland auch weiterhin nicht die
Finanzhilfe der Euro-Partner brauche. Merkel bestätigte, Frankreich,
Griechenland, Luxemburg und Deutschland hätten die EU-Kommission
gebeten, Maßnahmen gegen den spekulativen Handel mit
Kreditausfallversicherungen vorzubereiten.
dpa eb xx n1 so
