Eurokurs unter die Marke von 1,37 Dollar gefallen

15.03.2010 16:47

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kurs des Euro ist am Montag unter die
Marke von 1,37 Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung
wurde am späten Nachmittag mit 1,3653 Dollar gehandelt. Im
asiatischen Handel hatte der Euro noch zeitweise 1,3776 Dollar
gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs
gegen Mittag auf 1,3705 (Freitag: 1,3765) Dollar festgesetzt. Der
Dollar kostete damit 0,7297 (0,7265) Euro.

«Die Kursverluste sind eine Reaktion auf den Anstieg am Freitag»,
sagte Antje Praefcke, Devisenexpertin bei der Commerzbank. Am Freitag
war der Euro noch bis fast 1,38 Dollar geklettert und hatte damit den
höchsten Stand seit fast einem Monat erreicht. Das Treffen der
Finanzminister der Eurozone wegen der griechischen Schuldenkrise habe
dem Euro nicht geholfen, sagte Praefcke. Einige Anleger hätten wohl
auf konkrete Aussagen zu einem Notfallplan gehofft. Vor dem Treffen
hatte es Spekulationen gegeben, die Minister könnten ein
Rettungspaket für Griechenland von bis zu 25 Milliarden Euro
beschließen.

Viele Anleger warteten zudem die Sitzung der US-Notenbank (Fed) am
Dienstag ab, sagte Praefcke. Sollte die Fed konkretere Aussagen zu
einem möglichen Ausstieg aus den in Finanzkrise getroffen
Sondermaßnahmen machen, könnte der Dollar davon profitieren. Vor der
Sitzung setzten daher die Anleger ungern auf einen fallenden Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,91050 (0,90830) britische Pfund, 124,30 (124,57)
japanische Yen und 1,4527 (1,4597) Schweizer Franken fest. Der Preis
für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1104,25
(1106,25) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 25 938,90
(26 203,75) Euro.
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