Schäuble: Keine Entscheidung über Notfallplan

16.03.2010 11:35

Berlin (dpa) - Die Euro-Gruppe hat nach Angaben von
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) keinen Notfallplan für
Griechenland beschlossen. Er sprach am Dienstag im Bundestag von
teils fälschlichen und verfälschenden Nachrichten. Natürlich sei auf

technischer Ebene über Hilfen gesprochen worden, um bei einer
möglichen Zahlungsunfähigkeit Griechenlands vorbereitet zu sein.

Es sei aber keine politische Entscheidung in der Euro-Gruppe
getroffen worden. «Es bleibt dabei: Griechenland hat um Hilfe nicht
nachgefragt.» Sollte es Probleme geben und dies notwendig werden,
würden entschlossene und koordinierte Maßnahmen ergriffen, um die
Stabilität der Euro-Gruppe zu sichern, betonte Schäuble.

Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter (CDU) sagte: «Ich glaube, es
ist ein Missverständnis, wenn man sagt, gestern Abend (Montagabend)
ist eine Hilfszusage für Griechenland beschlossen worden.» Es sei
lediglich eine technische Abwicklung vorbereitet worden für einen
Fall, den keiner will. «Griechenland hat keine Unterstützung erbeten.
Aber es wäre unsinnig gewesen, wenn man diesen Fall technisch
ausgeschlossen hätte, sagte Kampeter dem Nachrichtensender N24.
dpa sl yydd n1 bb