Euro deutlich gestiegen

16.03.2010 16:53

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Dienstag deutlich zugelegt
und ist zeitweise in Richtung 1,38 US-Dollar gestiegen. Am Nachmittag
kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,3771 Dollar und damit gut
einen Cent mehr als am Morgen. Zuletzt notierte der Euro noch bei
1,3750 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den
Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3723 (Montag: 1,3705) Dollar
festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7287 (0,7297) Euro.


«Der Euro wurde heute zum einen von freundlichen Aktienmärkten
beflügelt», sagte Devisenexperte Thomas Amend von HSBC Trinkaus.
Einen zusätzlichen Schub erhielt die Gemeinschaftswährung am
Nachmittag, nachdem die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die
langfristige Kreditwürdigkeit Griechenlands mit "BBB+" bestätigte.
«Die Nachricht wurde an den Märkten sichtlich positiv aufgenommen»,
sagte Amend. Den Ausblick für die Bonität des hochverschuldeten Euro-
Landes beließ S&P indes auf negativ.

«Obwohl sich die Lage zuletzt etwas beruhigt hat, wird das Thema
Griechenland die Märkte noch einige Zeit in Atem halten», betonte
Amend. Zwar habe das südeuropäische Land mittlerweile weitreichende
Konsolidierungsschritte eingeleitet und Hilfen seitens der EU in
Aussicht gestellt bekommen. «Konkrete Hilfsmaßnahmen sind bislang
aber nicht genannt worden, was die Märkte in latenter Unsicherheit
hält.»

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,90690 (0,91050) britische Pfund, 124,22 (124,30)
japanische Yen und 1,4516 (1,4527) Schweizer Franken fest. Der Preis
für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1124,75
(1104,25) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26 193,35 (25
938,90) Euro.
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