Papandreou: Griechenland wendet sich nicht an IWF

16.03.2010 18:02

Budapest (dpa) - Der Schuldensünder Griechenland will sich vorerst
nicht an den Internationalen Währungsfonds (IWF) wenden. Vielmehr
wolle sich sein Land auf den internationalen Märkten um die nötigen
Mittel bemühen, um sein Reformprogramm umzusetzen, erklärte der
griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou am Dienstag in
Budapest. «Von unseren europäischen Partnern erwarten wir keine
finanzielle Unterstützung, sondern jene Hilfe, die uns dazu befähigt,
die beschlossenen Reformen durchzuführen», sagte der Politiker in
einem Vortrag an der Budapester Corvinus-Universität. Die EU-Partner
sollten dabei behilflich sein, dass Griechenland zu ähnlichen
Bedingungen an Kredite kommen kann wie andere - weniger verschuldete
- Länder.

Papandreou traf am Dienstag bei seinem Besuch in der ungarischen
Hauptstadt auch seinen Amtskollegen Gordon Bajnai. Ungarn war vor
anderthalb Jahren wegen seiner Verschuldung und wegen der
Auswirkungen der globalen Finanzkrise an den Rand der
Zahlungsunfähigkeit geraten. Damals hatten der IWF, die Weltbank und
die EU dem mitteleuropäischen Land mit einem 20-Milliarden-Euro-
Kreditrahmen aus der Patsche geholfen.
dpa gm xx n1 bb