EDF öffnet auf Druck von Brüssel den Strommarkt
17.03.2010 13:21
Brüssel (dpa) - Der französische Stromriese EDF öffnet auf D
ruck
der EU-Kommission seinen Heimatmarkt für mehr Konkurrenz. Der
Energiekonzern ändert seine langfristigen Lieferverträge so, dass
jedes Jahr viele Kunden zu anderen Anbietern wechseln können, teilte
die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Seinen Industriekunden
erlaubt EDF künftig, Strom weiterzuverkaufen. Die Zusagen gelten für
zehn Jahre.
Mit diesen Zugeständnissen schließt die Brüsseler
Wettbewerbsbehörde das laufende Kartellverfahren gegen den
Staatskonzern Electricité de France (EDF) ab. Das Unternehmen entgeht
damit einem hohen Bußgeld von bis zu zehn Prozent seines
Jahresumsatzes. «Mit dem heutigen Beschluss wird ein wichtiger
Schritt zur Liberalisierung des französischen Strommarktes
vollzogen», sagte EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia.
Seit Jahren geht die EU-Wettbewerbskommission mit harter Hand auf
dem Energiemarkt vor und schreckt auch nicht vor saftigen
Strafgeldern zurück. Ähnliche Zugeständnisse hatte 2009 bereits der
deutsche Energieriese Eon gemacht.
dpa mt xx n1 pi
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