Eurokurs im Nachmittagshandel nach Gewinnmitnahmen gefallen
17.03.2010 17:41
Frankfurt/Main (dpa) - Der Kurs des Euro hat am Mittwoch im
Nachmittagshandel anfängliche Kursgewinne wieder abgegeben. Die
Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,3730 Dollar gehandelt. Im
frühen Handel war der Euro noch bis auf 1,3817 Dollar gestiegen. Die
Europäische Zentralbank (EZB) hat den Referenzkurs am Mittag auf
1,3756 (Dienstag: 1,3723) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete
damit 0,7270 (0,7287) Euro.
«Marktbewegende Konjunkturdaten wurden nicht veröffentlicht, daher
ist der Euro vor allem durch technische Faktoren beeinflusst worden»,
sagte Ralf Umlauf, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen
(Helaba). Nachdem die Gemeinschaftswährung im frühen Handel über die
Marke von 1,38 Dollar gestiegen war, hätten viele Händler Gewinne
mitgenommen. Einige Anleger seien offensichtlich enttäuscht gewesen,
dass es nicht zu Anschlusskäufen gekommen sei.
«Kaum eine Rolle hat die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed)
am Devisenmarkt gespielt», sagte Umlauf. Die Fed hatte am
Dienstagabend eine Fortsetzung ihrer Niedrigzinspolitik signalisiert.
«Dies wurde aber von den Märkten erwartet», sagte der Experte. Immer
mehr Analysten gehen mittlerweile davon aus, dass die US-Notenbank
den Leitzins im gesamten Jahr in einer Spanne von null bis 0,25
Prozent belassen wird. Ein niedriger Leitzins macht eine Währung für
Anleger weniger attraktiv.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,89620 (0,90690) britische Pfund, 124,43 (124,22)
japanische Yen und 1,4511 (1,4516) Schweizer Franken festgelegt. Der
Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit
1121,75 (1124,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 26
395,15 (26 193,35) Euro.
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