Studie: Deutschland erfinderisch - China holt auf
17.03.2010 20:21
Brüssel (dpa) - Deutschland ist weiter eines der innovativsten
Länder Europas, muss einer EU-Studie zufolge aber mehr
hochqualifizierte Fachkräfte ausbilden. Das geht aus dem
«Europäischen Innovations-Anzeiger 2009» hervor, den die EU-
Kommission am Mittwoch in Brüssel vorstellte. Noch erfinderischer
sind in dem Bündnis demnach nur Schweden und Finnland. Besonders
stark schnitt Deutschland unter anderem bei der Produktion von High-
Tech-Exportgütern ab.
In ihrem jährlich erhobenen Index bewertet die EU-Kommission 29
Indikatoren wie Investitionen von Unternehmen, Patentanmeldungen oder
Ausgaben für Informationstechnologie. Dabei hatten in Deutschland
2006 nur 2,8 Prozent der 20- bis 29-Jährigen ein Erststudium der
Natur-, Ingenieurs- oder Geisteswissenschaften abgeschlossen. In
allen 27 EU-Staaten waren es im Schnitt 4,1 Prozent. In diesem
Bereich habe Deutschland allerdings eine zweistellige Wachstumsrate
zu verzeichnen.
Insgesamt hat Europa nach Angaben der Studie seinen Vorsprung bei
Innovationen gegenüber China deutlich eingebüßt. Wenn man das Tempo
der Chinesen hochrechne, könnten diese die Lücke zur EU in sehr naher
Zukunft schließen, stellten die Autoren fest.
Außerdem schaffe es die EU nicht, den Abstand zu den USA und Japan
zu verringern. Basierend auf den Daten von 2007 und 2008 gelingt es
die beiden Länder weiterhin besser, wissenschaftliche
Forschungsergebnisse zur Marktreife zu bringen.
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