EU: Hilfe muss alle erreichen

27.08.2010 14:57

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will darauf achten, dass die
Millionen-Hilfe der Europäischen Union tatsächlich alle Opfer der
Flutkatastrophe in Pakistan erreicht. «Die Gefahr besteht darin, dass
wir einige Bevölkerungsgruppen erreichen, andere aber nicht», sagte
die für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissarin Kristalina
Georgiewa am Freitag in Brüssel. Dies dürfe nicht geschehen, wenn auf
Dauer Unruhen und Instabilität verhindert werden sollten.

Die EU-Staaten und die Kommission haben bisher rund 230 Millionen
Euro bereitgestellt, sagte die Kommissarin. «Die Unterstützung kam
schnell und großzügig. Bisher haben wir ein Chaos verhindern können.
»
Die Kommission bemühe sich, die aus ihrem Haushalt kommenden 70
Millionen Euro vor allem Kindern, Frauen und jenen rund 800 000
Menschen zukommen zu lassen, die in schwer zugänglichen Gebieten
Pakistans leben.

Insgesamt seien 17 Millionen Menschen betroffen. 1,2 Millionen
Häuser wurden zerstört. 3,4 Millionen Hektar Agrarflächen seien den
Fluten zum Opfer gefallen. Es müsse nun verhindert werden, dass auch
die nächste Ernte ausfalle, weil Felder nach dem Abflauen der Flut
nicht rechtzeitig bestellt werden. Bisher habe es noch keine
Epidemien gegeben, doch sei in den vergangenen Tagen der Anteil
erkrankter Menschen rapide gewachsen. Nach Angaben der Vereinten
Nationen (UN) haben in Pakistan etwa 3,5 Millionen Überlebende keinen
Zugang zu sauberem Trinkwasser.

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