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Brüssel will weitere Details zu Gen-Kartoffeln

08.09.2010 21:18

Brüssel/Ludwigshafen (dpa) - Nach dem Auftauchen einer nicht
zugelassenen Sorte von Gen-Kartoffeln auf einem Feld in Schweden hat
der BASF-Konzern bei der EU-Kommission Rede und Antwort gestanden.
Ein Sprecher der EU-Behörde teilte nach dem Treffen am Mittwoch in
Brüssel mit, es gebe auch nach einer ausführlichen Darstellung noch
offene Fragen, die vom dem Unternehmen geklärt werden müssten.

BASF habe erklärt, dass wahrscheinlich ein «menschlicher Fehler»
Ursache der Verunreinigung sei. Die Kommission werde Mitte kommender
Woche Experten der EU und von Mitgliedstaaten zu dem Unternehmen
schicken, um festzustellen, wie die Verunreinigung ablief. Danach
werde die EU-Behörde über «angemessenes Handeln» entscheiden. Wies

das aussehen könnte, blieb offen.

 An dem Treffen nahmen daher auch Vertreter aus den drei
EU-Mitgliedsstaaten Deutschland, Schweden und Tschechien teil, wo die
Gen-Kartoffel Amflora angebaut wird. Die Kommission ist für die
Genehmigung des Anbaus von genveränderten Pflanzen in der EU
zuständig.

Der Chemiekonzern BASF hatte auf Amflora-Feldern in Nordschweden
Pflanzen der noch nicht zugelassenen Genkartoffel Amadea entdeckt.
Inzwischen wurden nach Konzernangaben sämtliche Amadea-Pflanzen von
den Feldern entfernt. Bereits die EU-Zulassung der Amflora-Kartoffel
im Frühjahr war heftig umstritten. Die Pflanze ist nicht für den
Verzehr vorgesehen, sondern soll zur Stärkegewinnung für die
Industrie genutzt werden.

# dpa-Notizblock

## Internet - [Amflora](http://www.amflora.de)

## Orte
- [BASF](Ludwigshafen)
- [EU-Kommission](Rue de la Loi 200, B-1049 Brüssel, Belgien)


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