Foodwatch: EU-Lebensmittelkennzeichnung reicht nicht

07.12.2010 15:08

Berlin (dpa) - Die Pläne der EU zur Lebensmittelkennzeichnung
greifen nach Ansicht der Verbraucherorganisation Foodwatch viel zu
kurz. «Keine Nährwertangaben auf der Vorderseite von Verpackungen,
Mini-Schriftgröße von 1,2 Millimetern und der Ausschluss einer
verpflichtenden Ampelkennzeichnung - der Beschluss der Minister ist
eine schallende Ohrfeige für die Verbraucher», sagte Vize-
Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt am Dienstag der
Nachrichtenagentur dpa. Das Ziel, mit transparenten Nährwertangaben
einen Beitrag im Kampf gegen Übergewicht und Krankheiten zu leisten,
sei zugunsten der Lebensmittelindustrie geopfert worden.

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner wertete die Pläne für eine
bessere Kennzeichnung dagegen positiv. «Wir sind immer für Klarheit,
Wahrheit und Transparenz.» Er stellte sich hinter die Forderung von
Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), bei Fleisch die Tierherkunft
und nicht den Verpackungsort anzugeben. Dies sei eine alte Forderung
des Bauernverbands. Auch die Lebensmittelwirtschaft begrüßte die
Entscheidung der EU-Verbraucherminister in Brüssel. Schon mehr als 80
Prozent aller Lebensmittelverpackungen in Deutschland hätten eine
Kennzeichnung der Nährwerte wie Kalorien, Fett oder Salz.

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## Redaktionelle Hinweise
- Zusammenfassung bis 1700, ca. 25 Zl
- Korr-Bericht bis 1700, ca. 45 Zl
                    
## Internet
- [Beschluss EU-Minister](http://dpaq.de/ngdSr)

## Orte
- [Foodwatch](Brunnenstraße 181, 10119 Berlin)
- [EU-Ministerrat](Rue de la Loi 175, B-1048 Brüssel, Belgien)



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