EZB: Kein Staatsanleihenkauf trotz zugespitzter Schuldenkrise

18.07.2011 16:33

Frankfurt/Main (dpa) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat trotz
Zuspitzung der Schuldenkrise in der vergangenen Woche abermals keine
Staatsanleihen gekauft. Dies teilte die Notenbank am Montag in
Frankfurt mit. Damit ist die EZB bereits die 16. Woche in Folge nicht
am Anleihenmarkt in Erscheinung getreten. In der vergangenen Woche
waren am Markt Gerüchte über erneute Anleihenkäufe durch die EZB
aufgekommen.

Zur Stützung des europäischen Rentenmarkts hatte die EZB im Mai
2010 den Ankauf von Staatsanleihen beschlossen. Damit flankiert sie
den milliardenschweren Rettungsschirm von Europäischer Union und
Internationalem Währungsfonds (IWF) für finanzschwache Euroländer,
deren Bonität im Zuge der Schuldenkrise unter Druck geraten ist.

Zugleich hatte die EZB angekündigt, die aus den Anleihekäufen
resultierende Überschussliquidität abzuziehen, um möglichen
Inflationsgefahren entgegenzuwirken. Zuletzt hatten EZB-Vertreter
signalisiert, dass keine weiteren Staatsanleihenkäufe mehr vorgesehen
sind.

# dpa-Notizblock