Nach dem Gipfel: Euro-Paket im Bundestag

24.10.2011 03:33

Berlin/Brüssel (dpa) - Im Streit der Euro-Länder über ein
Gesamtpaket zur Schuldenkrise ist jetzt der Bundestag am Zug. Vor dem
nächsten Gipfel der Staats- und Regierungschefs an diesem Mittwoch in
Brüssel muss der Haushaltsausschuss grünes Licht für Pläne zur
Stabilisierung der Euro-Zone geben. Nach Angaben aus
Koalitionskreisen in Berlin sind Sondersitzungen der
Haushaltspolitiker an diesem Montag oder Dienstag geplant.

Dabei geht es vor allem um Modelle, um die Schlagkraft des
Euro-Rettungsfonds EFSF zu erhöhen. Weiter strittig ist auch das
zweite Rettungspaket für Griechenland. Hier streben die Euro-Länder
eine stärkere Beteiligung der privaten Banken und Versicherer an.

Die Euro-Länder konnten sich zuvor auch nach einem dreitägigen
Verhandlungsmarathon am Wochenende in Brüssel auf kein abschließendes
Paket verständigen, um die Schuldenkrise einzudämmen.

Fortschritte gab es aber bei den Plänen für einen größeren
Kapitalpuffer der europäischen Banken. Die 100 bis 110 Milliarden
Euro zusätzliches Kapital sollen sich die Banken in erster Linie am
Markt beschaffen.

Eine endgültige Einigung wird nun für den Folgegipfel der EU- und
Euro-Spitzen am Mittwoch angestrebt. Für die Beschlüsse zum
Rettungsschirm benötigt Kanzlerin Angela Merkel die Zustimmung des
Haushaltsausschusses des Bundestages.

# dpa-Notizblock

## Internet
- [Ergebnisse des Gipfels der 27 EU-Staaten (in Englisch]
(http://dpaq.de/bNU5V)

## Orte
- [EU-Ministerrat](Rue de la Loi, B-1048 Brüssel)



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