Arbeitslosigkeit im Euroraum auf Rekordstand

31.01.2012 12:53

Luxemburg (dpa) - Die Arbeitslosigkeit in den Euroländern ist
infolge der Krise auf den höchsten Stand seit 13 Jahren geklettert.
Im Dezember 2011 betrug die Arbeitslosenquote in den 17 Eurostaaten
10,4 Prozent - und war damit so hoch wie seit 1998 nicht mehr, wie
die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg
mitteilte. Im Gesamtjahr 2011 blieb die Quote im Vergleich zum
Vorjahr mit 10,1 Prozent stabil.

Nach Angaben von Eurostat waren in den Euroländern im Dezember
rund 16,47 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das sind 751 000 Männer
und Frauen mehr als im Dezember 2010 und 20 000 mehr als im November.
Eurostat revidierte die Zahlen für den November von 10,3 auf 10,4
Prozent nach oben. In den 27 Ländern der Europäischen Union waren im
Dezember 23,8 Millionen Menschen ohne Job. Die Quote betrug wie im
Vormonat 9,9 Prozent.

Die niedrigste Arbeitslosigkeit im Euroraum meldeten Österreich
(4,1 Prozent), Niederlande (4,9 Prozent) und Luxemburg (5,2 Prozent).
Auch in Deutschland ist die Lage am Arbeitsmarkt mit 5,5 Prozent
relativ entspannt. Am stärksten wirkte sich die Krise in Spanien aus:
Dort lag die Arbeitslosenquote bei 22,9 Prozent. Für Griechenland
werden 19,2 Prozent ausgewiesen.

Spanien weist schon seit langem die bei weitem höchste
Jugendarbeitslosigkeit auf. Derzeit ist fast jeder zweite Spanier
unter 25 Jahren arbeitslos. Im gesamten Euroraum liegt die
Jugendarbeitslosigkeit den Angaben zufolge bei 21,3 Prozent, in
Deutschland hingegen mit 7,8 Prozent so tief wie in keinem anderen
Euro-Land.

Die von Eurostat ermittelten Werte können wegen unterschiedlicher
Berechnungsmethoden von den Zahlen abweichen, die in den einzelnen
Mitgliedstaaten veröffentlicht werden. Die Angaben zu den Ländern
sind nach Ansicht von Fachleuten aber untereinander vergleichbar.

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## Internet
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