Risikoaufschläge für Euro-Krisenländer merklich gesunken
31.01.2012 17:42
Frankfurt/Main (dpa) - Die Risikoaufschläge für die Anleihen von
Eurokrisenländern sind am Tag nach dem EU-Gipfel merklich gesunken.
So fiel die Rendite für zehnjährige italienische Staatsanleihen am
Dienstag wieder unter die Marke von sechs Prozent. Besonders deutlich
gingen die Renditen am portugiesischen Markt zurück, nachdem dort die
Lage am Montag fast eskaliert war.
Die Einigung auf einen Fiskalpakt für die Eurozone auf dem
EU-Gipfel am Dienstag habe zu der Entspannung beigetragen, sagten
Händler. Positiv aufgenommen wurden am Markt auch Äußerungen von
Griechenlands Regierungschef Lucas Papademos, der von Fortschritten
in den Verhandlungen mit den privaten Gläubigern über einen
Schuldenschnitt sprach.
Die Rendite der zehnjährigen Italienischen Staatsanleihe fiel bis
zum späten Nachmittag um 13 Basispunkte auf 5,938 Prozent. In Spanien
sank die Rendite um 5 Basispunkte auf 4,925 Prozent. In Portugal fiel
die Rendite sogar um 95 Basispunkte auf 14,866 Prozent. Damit wurde
der drastische Anstieg am Vortag größtenteils wieder wettgemacht. Die
Furcht, dass es wie in Griechenland auch in Portugal zu einen
Schuldenschnitt für die Anleger kommen könnte, hat laut Händlern zu
dem starken Anstieg der Risikoaufschläge geführt. Zudem werden
portugiesische Anleihen mittlerweile bei allen drei Ratingagenturen
als Ramsch gewertet.
