Frankreich will nach Silikonkissen-Skandal strengere EU-Regeln
01.02.2012 13:39
Paris (dpa) - Nach dem Skandal um den Verkauf Hunderttausender
Billig-Brustimplantate will sich Frankreich für eine umfassende
Überarbeitung der EU-Richtlinie für Medizinprodukte einsetzen.
Hersteller von Silikonkissen und ähnlichen Produkten sollten künftig
wesentlich strenger überwacht werden und mehr Prüfdaten zur Verfügung
stellen müssen, ließ Gesundheitsminister Xavier Bertrand am Mittwoch
mitteilen. Zudem sei es notwendig, den Austausch zwischen den
zuständigen Behörden zu verbessern.
Hintergrund der Vorschläge ist einer neuer Untersuchungsbericht
über die kriminellen Machenschaften des französischen Unternehmens
Poly Implant Prothèse (PIP). Es hatte über Jahre hinweg
Brustimplantate mit nicht zugelassenem Silikon verkauft, um mehr
Gewinn zu machen. Die Prothesen stehen im Verdacht, besonders
reißanfällig zu sein. Ausgetretenes Silikon hat bereits in etlichen
Fällen entzündliche Reaktionen ausgelöst.
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## Redaktionelle Hinweise
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## Internet
- [Mitteilung des frz. Gesundheitsministeriums](http://dpaq.de/foX6Z)
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## Orte
- [Ministerium](14, avenue Duquesne, 75007 Paris, Frankreich)
