Kirche warnt vor «unkontrollierbaren Zuständen» in Griechenland
02.02.2012 12:54
Athen (dpa) - Die griechisch-orthodoxe Kirche hat vor
«unkontrollierbaren Zuständen» im Land gewarnt. Den Griechen würden
noch härtere, noch schmerzlichere und noch ungerechtere Maßnahmen
aufgezwungen. Das Medikament, das der griechischen Wirtschaft gegeben
wird, erweise sich zunehmend als «tödlich». Diese Ansicht vertrat am
Donnerstag das Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof
Hieronymos II., in einem Brief an Ministerpräsident Lucas Papademos.
Die Zahl der Obdachlosen und der hungernden Menschen nehme die
Dimensionen eines «Alptraums» an, klagte der Erzbischof in dem Brief.
Das Schreiben wurde auf der Internetseite des Erzbistums Athen
veröffentlicht. Die in Griechenland als herrschende Religion von der
Verfassung anerkannte Orthodoxe Kirche teilt täglich rund 250 000
Mahlzeiten für mittellose Menschen aus.
dpa-Notizblock
## Internet
- [Erzbistum Athen](http://www.iaath.gr)
## Orte
- [Erzbistum Athen](Agias Filotheis 21, 105 56 Athen, Griechenland)
