EU-Kommission denkt über Chip im Brustimplantat nach

02.02.2012 15:23

Brüssel (dpa) - Nach dem Skandal um fehlerhafte Brustimplantate
des französischen Herstellers PIP bringt die EU-Kommission den
Einsatz von Mikrochips ins Gespräch. Die Silikonkissen müssten besser
nachzuverfolgen sein, sagte der Sprecher von EU-Gesundheitskommissar
John Dalli am Donnerstag in Brüssel.

Eine der Möglichkeiten, die die EU-Kommission derzeit prüfe, seien
Systeme, mit denen einzelne Implantate unverwechselbar würden. «Dies
[...] könnte ein Mikrochip sein.» Dies sei aber noch zu diskutieren.

Die EU-Kommission stellte den Bericht einer Expertengruppe zu den
fehlerhaften Implantaten vor. Die Datenlage sei aber noch dünn, die
fragwürdigen Implantate unterschieden sich zudem von Fall zu Fall.
Weitere Untersuchungen seien daher notwendig. Ein erhöhtes Risiko
durch Silikonkissen des Herstellers PIP sei derzeit nicht zu belegen.

Die Kommission will die EU-Gesetzgebung zu Medizinprodukten
überarbeiten. Dazu gehören auch Brustimplantate.

# dpa-Notizblock

## Internet
- [Mitteilung der EU-Kommission (auf Englisch)](http://dpaq.de/gsTTR)
- [Stellungnahme des Expertengremiums (auf
Englisch)](http://dpaq.de/yC0BX)

## Orte
- [EU-Kommission](Rue de la Loi 200, 1049 Brüssel, Belgien)