Euro gibt starke Vortagsgewinne teils ab

02.02.2012 17:05

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Donnerstag einen Teil
seiner kräftigen Vortagsgewinne abgegeben. Am späten Nachmittag
kostete die Gemeinschaftswährung 1,3140 US-Dollar und damit rund
einen halben Cent weniger als am Morgen. Zur Wochenmitte hatte der
Euro um rund zwei Cent auf über 1,32 Dollar zugelegt. Die Europäische
Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Donnerstagmittag auf
1,3094 (Mittwoch: 1,3175) Dollar fest. Der Dollar kostete damit
0,7637 (0,7590) Euro.

Händler begründeten die schwächere Tendenz des Euro zum einen mit

den zähen Verhandlungen über einen Schuldenschnitt in Griechenland.
Athen verhandelt bereits seit Wochen mit privaten Gläubigern über die
Konditionen eines Forderungsverzichts. «Die Griechenland-Frage ist
nach wie vor ungeklärt», brachte Devisenexperte Volker Weber vom
Bankhaus M.M. Warburg den aktuellen Stand auf den Punkt. Darüber
hinaus wurden aus dem Handel Äußerungen von Eurogruppen-Chef
Jean-Claude Juncker als Belastung für den Euro genannt. Luxemburgs
Premierminister hatte die Verhandlungen in Griechenland als extrem
schwierig bezeichnet.

Unterstützung für den Euro kam hingegen aus Frankreich und
Spanien. Die beiden Euro-Schwergewichte konnten sich abermals zu
günstigeren Konditionen am Kapitalmarkt refinanzieren. Die Nachfrage
nach den Staatsanleihen mit Laufzeiten von drei bis zehn Jahren war
robust. Die Auswirkungen der jüngsten Herabstufungen durch die
Ratingagenturen Standard & Poor's und Fitch blieben damit bislang
ohne größere Auswirkungen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,82765 (0,83120) britische Pfund, 99,66 (100,29)
japanische Yen und 1,2048 (1,2048) Schweizer Franken fest. In London
wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit 1751,00
(1740,00) Dollar fixiert. Ein Kilogramm Gold kostete 41 970,00
(45 030,00) Euro.

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