«HB»: Griechische Lohnkosten entzweien IWF und EU
03.02.2012 09:32
Düsseldorf (dpa) - Die Griechen müssen sich einem
Zeitungsbericht zufolge auf weitere schmerzliche Einkommenseinbußen
einstellen. Die Troika - bestehend aus Vertretern der Europäischen
Zentralbank (EZB), der EU-Kommission und des Internationalen
Währungsfonds (IWF) - will dem Land Lohn- und Rentenkürzungen
verordnen, berichtet das «Handelsblatt» (Freitag) mit Bezug auf
EU-Diplomaten. Die Parteien seien jedoch nicht einig, in welcher Höhe
die Löhne gesenkt werden sollen.
Griechenlands Ministerpräsident Lucas Papademos habe zwar bereits
zugesagt, entsprechende Gesetze noch vor der für dieses Frühjahr
angesetzten Wahl durch das griechische Parlament zu bringen. Ziel sei
es, die Arbeitskosten in Griechenland zu senken, um das Land
international wettbewerbsfähiger zu machen. Über das Ausmaß der
Lohnsenkungen bestehe allerdings kein Einvernehmen, heißt es in dem
Bericht. Der IWF wolle den griechischen Arbeitnehmern mehr Opfer
abverlangen als die EU-Kommission, sagten EU-Diplomaten.
