China will Europa in der Krise helfen - Merkel mit Wen in Südchina

03.02.2012 11:33

Guangzhou (dpa) - China will Europa bei der Bewältigung seiner
Schuldenkrise helfen. Regierungschef Wen Jiabao sagte am Freitag bei
Wirtschaftsgesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel in der
südchinesischen Metropole Guangzhou: «China ist bereit, mit Europa zu
kooperieren, um gegen die gegenwärtige Krise anzugehen.»

Zuvor hatte Staats- und Parteichef Hu Jintao der Kanzlerin bei
Gesprächen am Vormittag in Peking versichert, dass es an chinesischer
Unterstützung zur Überwindung der Krise nicht fehlen werde, wie
deutsche Regierungskreisen schilderten. China habe Vertrauen in den
Euro. «Wir werden jetzt sehen, wie das in die Tat umgesetzt wird»,
sagte die deutsche Regierungsquelle.

Bei den Wirtschaftsgesprächen mit Spitzenvertretern deutscher und
chinesischer Unternehmen setzte sich die Kanzlerin nachdrücklich für
eine weitere Öffnung des chinesischen Marktes ein. «Deutsche
Unternehmen in China wünschen sich, dass sie die gleichen Bedingungen
haben wie die chinesischen Unternehmen.»

Merkel warb um chinesische Investitionen. «Deutschland ist ein
offenes Land», sagte die Kanzlerin. «Chinesische Unternehmen sind in
Deutschland willkommen.» Der Vorsitzende des
Asien-Pazifik-Ausschusses (APA), Siemens-Chef Peter Löscher, sagte,
die deutsch-chinesische Wirtschaftspartnerschaft habe ein starkes
Fundament. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Kooperation noch
vertieft werde.

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