Venizelos: Griechen «verstecken» 49 Milliarden Euro Bargeld
03.02.2012 12:32
Athen (dpa) - Aus Angst vor einem Staatsbankrott und der
Wiedereinführung der alten schwachen Währung, der Drachme, haben die
Griechen nach Angaben des Finanzministeriums Milliarden in heimischen
Schatullen gehortet. Seit 2009 hätten sie rund 65 Milliarden Euro
von ihren Bankkonten abgehoben, 16 Milliarden davon seien ins Ausland
geflossen. «49 Milliarden (Euro) sind in Sicherheitsfächern, in
Truhen, in Kellern und Dachböden oder unter dem Bett versteckt»,
sagte Finanzminister Evangelos Venizelos am Freitag im griechischen
Parlament.
Wie der oberste griechische Kassenhüter berichtete, seien von den
ins Ausland geflossenen Geldern mehr als 5 Milliarden bei Banken im
Vereinigten Königreich angelegt worden, knapp 1,6 Milliarden Euro
seien in die Schweiz geflossen.
Bankenexperten schätzen jedoch, dass dies nur ein kleiner Teil der
ins Ausland geflossenen Gelder ist. Es wird vermutet, dass die
Geldanlagen griechischer Anleger, die aus Steuerhinterziehung und
Schattenwirtschaft stammen, im Ausland mehr als 200 Milliarden Euro
betragen.
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## Orte
- [Griechisches Parlament](Syntagma Platz, Athen, Griechenland)
