Datenschützer bitten Google um Aufschub bei neuen Richtlinien

03.02.2012 13:30

Hamburg (dpa) - Die Datenschutzbeauftragten in Europa haben Google
gebeten, die Umsetzung seiner neuen Richtlinien für den Umgang mit
Nutzerdaten bis auf weiteres auszusetzen. In einem Brief an
Google-Chef Larry Page rief der nach einer Richtlinie des
Europaparlaments benannte Arbeitskreis Artikel 29 das Unternehmen zu
einer Pause bis zum Abschluss der eigenen Überprüfung auf.

Google hat die bisherigen Datenschutzrichtlinien für 70 einzelne
Dienste vereinheitlicht und will künftig alle Informationen, die bei
der Nutzung anfallen, gesammelt auswerten. Dies soll relevantere
Suchergebnisse und gezieltere Werbeanzeigen ermöglichen.
Google-Anwender werden bei der Nutzung einzelner Dienste bereits
gebeten, ihre Zustimmung zu der Änderung zu erteilen.

In einer ersten Reaktion erklärte Google am Freitag, die meisten
Mitglieder des Arbeitskreis seien bereits in den Wochen vor der
Ankündigung im Januar informiert worden. «Keiner von ihnen hat in
diesen Gesprächen große Bedenken geäußert.» Das Unternehmen sei f
ür
weitere Gespräche mit Datenschützern offen. Aber «eine Verschiebung
der neuen Datenschutzerklärung würde für erhebliche Verwirrung
sorgen».

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## Internet
- [Arbeitskreis Artikel 29](http://dpaq.de/Cds21)