China dämpft Hoffnungen auf schnelle Hilfe für Euro
03.02.2012 15:00
Peking (dpa) - China hat Hoffnungen auf schnelle Hilfe in der
europäischen Schuldenkrise gedämpft. In einem Kommentar zum Besuch
von Bundeskanzlerin Angela Merkel in China schrieb die amtliche
Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag: «Wegen der Komplexität muss
China eingehende Untersuchungen anstellen, bevor es konkrete Schritte
verkündet.»
Es müsse klug gehandelt werden, um die Auswirkungen
nachvollziehbar zu machen. «Ansonsten würde das Rettungsgeld, das aus
den nationalen Devisenreserven stammt, nicht seinen richtigen Platz
finden», schrieb die Staatsagentur. «Schlimmer noch: Es könnte Klagen
der heimischen Öffentlichkeit entfachen.»
Finanzierungen seien ohnehin nur eine Seite der Geschichte. «Um
aus der Krise zu marschieren, sind Sparmaßnahmen entscheidend,
während Maßnahmen zur Ankurbelung des Wachstums auch nötig sind»,
hieß es in dem Kommentar.
# dpa-Notizblock
## Redaktionelle Hinweise
- Aktualisierte Zusammenfassung zu China und Schuldenkrise bis 1700
Uhr, 50 Zl
## Orte
- [Besuch](Peking und Guangzhou, Provinz Guangdong, China)
