Merkel und Sarkozy wollen bei gemeinsamer Firmensteuer vorangehen
03.02.2012 15:33
Berlin (dpa) - Frankreich und Deutschland wollen bei ihrem Gipfel
an diesem Montag konkrete Vorschläge für eine stärker abgestimmte
Besteuerung von Unternehmen vorlegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel
(CDU) und der französische Präsident Nicolas Sarkozy würden dazu
voraussichtlich ein «Grünbuch» vorlegen, sagte ein Sprecher des
Finanzministeriums am Freitag in Berlin.
Beide Länder hatten im vergangenen Jahr angekündigt, dass sie in
dem jahrelangen EU-Streit über eine Harmonisierung vorangehen und
schon 2013 eine einheitliche Körperschaftsteuer auf den Weg bringen
wollen. Die Bemessungsgrundlage und der Steuersatz sollen angeglichen
werden.
In Frankreich ist der Steuersatz bisher höher, die
Berechnungsgrundlage beziehungsweise Steuerbasis aber kleiner. Unterm
Strich ist die Belastung der Unternehmen in Frankreich aber höher.
Bei einer Harmonisierung der Körperschaftssteuer wäre nur ein Teil
der Steuerlast betroffen. Schließlich gibt es noch die Gewerbesteuer.
Erwartet wird, dass Merkel und Sarkozy in Paris auch über die
dramatische Lage in Griechenland und die weiteren Schritte in der
Schuldenkrise beraten werden. Am Gipfel in Paris nehmen auf
deutscher Seite acht Minister teil.
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