Monti: Italien überwindet die Krise

04.02.2012 05:00

Rom (dpa) - Der italienische Ministerpräsident Mario Monti hat für
neues Vertrauen der Märkte in sein Land geworben. Italien habe
bereits großen Reform- und Sparleistungen erbracht und verdiene die
harte Behandlung durch die Finanzmärkte immer weniger, sagte er der
«Süddeutschen Zeitung» (Samstag). «Ändern muss sich die Wahrnehmu
ng
der Märkte, die Italien noch immer mit der Situation in der gesamten
Euro-Zone gleichsetzen», meinte Monti. In Abgrenzung zu Griechenland
sprach er von Italien als «sicherem Ort».

Die gesunkenen Zinssätze für kurzfristige italienische
Staatsanleihen deutete Monti als erstes Zeichen für Erfolg.
Allerdings betonte er auch, dass seine Mission auf keinen Fall
bereits erfüllt sei.

Zum wachsenden, auch gegen Deutschland gerichteten Unmut in seinem
Land sagte er: «Die Italiener erbringen die Opfer im nationalen
Interesse, hier geht es nicht um Europa gegen Italien.» Seiner
Regierung sei sehr daran gelegen, die öffentliche Stimmung zu
beruhigen.

Mit Blick auf die desolate Lage in Griechenland sagte der
italienische Ministerpräsident, «wir haben natürlich Grund, bis zu
einem gewissen Grad enttäuscht zu sein». Es sei aber fraglich, ob in
einem Jahr mehr hätte erreicht werden können. Monti betonte, einen
unkontrollierten griechischen Bankrott werde man zu verhindern
wissen.

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