FDP-Generalsekretär Döring: Athen muss mehr sparen
04.02.2012 07:00
Osnabrück (dpa) - FDP-Generalsekretär Patrick Döring hat
Griechenland zu mehr Sparanstrengungen aufgefordert. Auch der
Mindestlohn müsse gesenkt werden, sagte Döring der «Neuen Osnabrück
er
Zeitung» (Samstag). «Bis heute leistet sich das Land einen der
höchsten gesetzlichen Mindestlöhne in der EU - und schafft damit eine
Jugendarbeitslosigkeit von 40 Prozent.»
Enttäuscht zeigte sich Döring angesichts der Einschätzung der
«Troika» der internationalen Geldgeber von EU, Internationalem
Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB). «Bis heute
fehlt ein Signal, dass Griechenland seine Versprechen einhält», sagte
der Liberale der Zeitung. Das Land müsse endlich seine Ausgaben
reduzieren, Staatsbetriebe privatisieren und den Arbeitsmarkt
reformieren.
Athen ringt auch an diesem Wochenende an drei Fronten ums
Überleben: Ministerpräsident Lucas Papademos, selbst parteilos, muss
die politischen Kräfte von seinem Sparprogramm überzeugen. Er soll
bereits mit Rücktritt gedroht haben. Zudem steht der Bericht der
Troika aus, von dem die Auszahlung der nächsten Kredithilfen abhängig
ist. Außerdem verhandelt Griechenland seit Wochen mit Banken und
anderen privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt. Eine Einigung
am Wochenende gilt zwar als unwahrscheinlich. Kommt jedoch bis Mitte
März keine Gesamtlösung zustande, droht dem Krisenland die
unkontrollierte Staatspleite.
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