Eurokurs erholt sich von frühen Verlusten
16.05.2012 17:26
Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro-Kurs hat sich am Mittwoch von
anfänglichen Verlusten erholt und ist wieder über die Marke von 1,27
US-Dollar gestiegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am
späten Nachmittag mit 1,2726 Dollar gehandelt. Die Europäische
Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2738 (Dienstag:
1,2843) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7851 (0,7786)
Euro.
Im frühen Handel war der Euro noch durch die ungewisse Zukunft
Griechenlands unter Druck gekommen. Zeitweise war der Kurs bis auf
1,2681 Dollar gefallen. Im Tagesverlauf erholte sich der Euro jedoch
wieder. Jana Meier, Devisenexpertin bei HSBC Trinkaus, führte die
Erholung auf die veröffentlichten positiven US-Konjunkturdaten
zurück. Dies habe dem Euro geholfen. Die US-Industrieproduktion ist
im April stärker als erwartet gestiegen. Zudem entspannte sich im
Tageslauf die Lage an den Anleihemärkten in Spanien und Italien.
Bis zu den Neuwahlen in Griechenland am 17. Juni wird nach
Einschätzung der Expertin die Unsicherheit an den Märkten jedoch hoch
bleiben. Eine nachhaltige Erholung des Eurokurses sei nicht zu
erwarten. Zudem hätten die jüngsten Umfragen gezeigt, dass die
Parteien, die den Sparkurs befürworten, bei Neuwahlen erneut nicht
mit einer Mehrheit rechnen können.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,79925 (0,80010) britische Pfund, 102,53 (102,65)
japanische Yen und 1,2011 (1,2010) Schweizer Franken festgelegt. In
London wurde der Preis für die Feinunze Gold am Nachmittag mit
1548,50 (Vortag: 1556,50) US-Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold
kostete 38 230,00 (38 350,00) Euro.
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