Eurokurs legt zu

28.01.2019 17:10

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kurs des Euro ist am Montag gestiegen. Am
Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1431 Dollar und
notierte damit etwas höher als am Freitagabend. Die Europäische
Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1418 (Freitag:
1,1346) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8758 (0,8814)
Euro gekostet.

EZB-Präsident Mario Draghi sprach am Nachmittag vor dem EU-Parlament
erneut von Unsicherheit aufgrund geopolitischer Faktoren und
Protektionismus, die die wirtschaftliche Stimmung belaste. So hat
China nun ein Verfahren der Welthandelsorganisation (WTO) wegen der
US-Zölle erzwungen. China ist der Überzeugung, dass die USA mit den
Zöllen WTO-Regeln verletzt.

Außerdem besteht weiterhin die Sorge vor einem ungeregelten Austritt
Großbritanniens aus der Europäischen Union. Am Dienstagabend soll das
britische Parlament über einen «Plan B» der Premierministerin Theresa

May abstimmen.

Unter den wenigen Konjunkturdaten am Montag überraschte die Geldmenge
M3 in der Eurozone, die etwas stärker gewachsen war als erwartet.
Devisenexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen
(Helaba) hält das Wachstum jedoch noch für verhalten. «Die Zahlen
sind ermutigend, setzten die EZB aber nicht unter Handlungsdruck, so
dass diese bis auf weiteres mit einer Politik der ruhigen Hand
agieren dürfte.»

Nach dem vorläufigen Ende des «Shutdowns» in den USA ist nicht klar,

wann die zahlreichen Wirtschaftszahlen nachgereicht werden. Die
Veröffentlichung der Daten war wegen der teilweisen
Verwaltungsschließung auf Bundesebene verschoben worden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,86888 (0,86580) britische Pfund, 124,94 (124,72)
japanische Yen und 1,1331 (1,1310) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag mit 1302 Dollar
gehandelt. Das waren rund 3 Dollar mehr als am Freitag.



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