Eurokurs legt etwas zu

17.04.2020 17:14

Frankfurt/Main (dpa) - Gestützt durch eine etwas zuversichtlichere
Stimmung an den Finanzmärkten hat der Eurokurs am Freitag ein wenig
zugelegt. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung
1,0879 US-Dollar. Am Mittag hatte sie noch zeitweise bei 1,0812
Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den
Referenzkurs auf 1,0860 (Donnerstag: 1,0888) US-Dollar fest. Der
Dollar kostete damit 0,9208 (0,9184) Euro.

Von den Verlusten der vergangenen Tage hat sich der Euro aber kaum
erholt. Die Euphorie halte sich vor diesem Hintergrund in Grenzen,
erklärte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank: «Vor
allem dominieren derzeit die Sorgen, dass die bisherigen Hilfspakete
der Regierungen und Notenbanken nicht ausreichen, um die Folgen des
Virus-Lockdowns vollkommen abzufedern.»

Der chinesische Yuan ist zum Dollar etwas gestiegen. In Folge der
Corona-Pandemie war Chinas Wirtschaft zwar im ersten Quartal erstmals
seit Jahrzehnten geschrumpft. Der Rückgang fiel zudem etwas stärker
aus als von Experten erwartet - positiv überrascht haben dagegen
Daten von der Industrie. Hier sank die Produktion im März nicht so
stark wie befürchtet.

Für Beruhigung sorgte die Entspannung an den Anleihemärkten in
Italien und Spanien. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron
hatte sich erneut für mehr Solidarität mit den besonders von
Corona-Krise betroffenen Ländern ausgesprochen. Die reicheren Länder
hätten eine besondere Verantwortung. «Wir brauchen Finanztransfers
und Solidarität, und sei es nur, damit Europa durchhält.»

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,86978 (0,87163) britische Pfund, 116,86 (117,12)
japanische Yen und 1,0515 (1,0516) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1687
Dollar gehandelt. Das waren etwa 31 Dollar weniger als am Vortag.



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