Eurokurs legt etwas zu

23.10.2020 17:18

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Freitag nach positiven
Konjunkturdaten etwas zugelegt. Zuletzt kostete die
Gemeinschaftswährung 1,1828 US-Dollar. Zwischenzeitlich noch
deutlichere Gewinne gab der Euro ab. Die Europäische Zentralbank
(EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1856 (Donnerstag: 1,1821) Dollar
fest. Der Dollar kostete damit 0,8435 (0,8460) Euro.

Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im Oktober
weniger als erwartet eingetrübt. Davon profitierte der Euro etwas.
Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie hellte sich sogar
überraschend auf und signalisierte ein robustes Wachstum. Gefallen
ist allerdings der Wert für den Dienstleistungssektor. Dieser leidet
unter neuen Beschränkungen in der Corona-Krise und signalisiert eine
Schrumpfung der Aktivität.

Die Kursgewinne des Euro stehen aber auf brüchigem Fundament, da sich
die Corona-Lage in Europa zunehmend verschlechtert. Immer mehr Länder
beschließen neue wirtschaftliche Einschränkungen. Auch in Deutschland
wurden erneut über 11 000 Neuinfektionen vermeldet. Beobachter
erwarten daher weitere Verschärfungen, die die wirtschaftliche
Erholung belasten dürften.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,90675 (0,90273) britische Pfund, 124,17 (123,72)
japanische Yen und 1,0715 (1,0726) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1895
Dollar gehandelt. Das sind rund 9 Dollar weniger als am Vortag.



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