Eurokurs legt etwas zu

11.11.2019 17:09

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro ist am Montag leicht gestiegen. Am
Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1033 US-Dollar
gehandelt und damit etwas höher als am Morgen. Sie konnte die
Verluste der vergangenen Woche vorerst stoppen. Die Europäische
Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1041 (Freitag:
1,1034) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9057 (0,9063) Euro.

Zum Wochenstart wurden in der Eurozone nur wenige Konjunkturdaten
veröffentlicht. In den USA blieben die Anleihemärkte wegen eines
Feiertags geschlossen und fielen als Impulsgeber ebenfalls aus. Mehr
Bewegung gab es hingegen beim britischen Pfund, das am Nachmittag
deutlich zulegte.

Zeitweise erreichte das Pfund ein Tageshoch bei knapp 1,29 Dollar.
Zuvor war der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, im Streit mit den
konservativen Tories um Brexit-Wähler teilweise eingeknickt. «Die
Brexit-Partei wird sich nicht um die 317 Mandate bewerben, die bei
der vergangenen Wahl von der Konservativen Partei gewonnen wurden»,
sagte Farage. Bis vor Kurzem hatte er einen Wahlpakt mit den
Konservativen von Premierminister Boris Johnson noch ausgeschlossen.
Johnson hofft bei der Wahl auf eine stabile Mehrheit, um seinen
nachgebesserten Brexit-Deal durchs Unterhaus zu bringen.

Neue Daten zum Wirtschaftswachstum in Großbritannien konnten das
britische Pfund am Vormittag kaum bewegen. Im dritten Quartal ist die
Wirtschaft des Landes wieder gewachsen, nachdem sie im zweiten
Quartal leicht geschrumpft war.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,85743 (0,86158) britische Pfund, 120,29 (120,72)
japanische Yen und 1,0972 (1,0991) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1452
Dollar gehandelt. Das waren etwa sechs Dollar weniger als am Freitag.



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