Eurokurs legt deutlich zu

08.07.2020 16:52

Frankfurt/Main (dpa) - Der Euro hat am Mittwoch im Nachmittagshandel
merklich zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1343
US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch deutlich unter 1,13 Dollar
notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs
auf 1,1286 (Dienstag: 1,1290) US-Dollar fest. Der Dollar kostete
damit 0,8861 (0,8857) Euro.

Der Euro profitierte von einem im Vergleich zu den USA günstigeren
Verlaufs der Corona-Krise. Vor allem die hohe Zahl von Neuinfektionen
mit dem Corona-Virus könnte tendenziell die US-Wirtschaft belasten.
Mit rund 60 000 Corona-Infektionen binnen 24 Stunden haben die USA
einen Höchststand bei den Neu-Ansteckungen erreicht. Das geht aus
Zahlen hervor, die die Johns-Hopkins-Universität am Mittwoch
veröffentlicht hatte. In Europa hat sich das Infektionsgeschehen
hingegen merklich beruhigt.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde, bekräftigte im Gespräch mit der
«Financial Times» die abwartende Haltung der Notenbank: «Wir haben so

viel getan, dass wir etwas Zeit haben, die Wirtschaftsdaten
sorgfältig zu bewerten.» Eine weitere Lockerung der Geldpolitik steht
also voraussichtlich zunächst nicht an. Eine Ausweitung des in der
Krise aufgelegten Anleihekaufprogramms PEPP könnte tendenziell den
Euro belasten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,89923 (0,90150) britische Pfund, 121,39 (121,61)
japanische Yen und 1,0624 (1,0643) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1815
Dollar gehandelt. Das waren etwa 21 Dollar mehr als am Vortag.



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