EU-Kommission: Deutschland hinkt bei Lärmschutz hinterher

04.10.2017 14:29

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission erhöht den Druck, weil Deutschland
bei der Bekämpfung von Verkehrslärm hinterherhinkt. Vielerorts
fehlten noch die vorgeschriebenen Aktionspläne, um den
gesundheitsschädlichen Krach von Autos, Zügen und Flugzeugen
einzudämmen, monierte die Brüsseler Behörde am Mittwoch. Deutschland

soll binnen zwei Monaten reagieren.

Nach Angaben der EU-Kommission ist Lärm durch Straßen-, Schienen- und
Flugverkehr nach der Luftverschmutzung die häufigste Ursache für
vorzeitige Todesfälle. Nach der EU-Lärmschutzrichtlinie müssen alle
EU-Staaten die Lärmbelastung in Ballungsräumen auf detaillierten
Karten erfassen und auf dieser Grundlage Aktionspläne erstellen.

Deutschland habe seit September 2016 zwar Fortschritte gemacht, doch
fehlten noch Pläne für viele Ballungsräume, Hauptverkehrsstraßen un
d
Flughäfen, erklärte die Kommission. Sie startete damit die zweite
Stufe eines bereits laufenden Vertragsverletzungsverfahrens gegen
Deutschland. Der nächste Schritt könnte eine Klage vor dem
Europäischen Gerichtshof sein.



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