Eurokurs gibt nach - Britisches Pfund unter Druck

12.10.2017 18:35

Frankfurt/Main (dpa) - Der Kurs des Euro ist am Donnerstag belastet
durch robuste US-Konjunkturdaten unter Druck geraten. Am Nachmittag
wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,1839 US-Dollar
gehandelt. Im frühen Handel war der Euro noch bis auf 1,1880 Dollar
gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs
auf 1,1856 (Mittwoch: 1,1830) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar
kostete damit 0,8435 (0,8453) Euro.

Konjunkturdaten aus den USA stützten den Dollarkurs. So hatte sich
der Anstieg der Erzeugerpreise im September verstärkt. Am Freitag
werden die Zahlen zu den allgemeinen Verbraucherpreisen
veröffentlicht. Tendenziell steigende Preise könnten die US-Notenbank
Fed in ihrer Absicht bestärken, ihren Leitzins im Dezember erneut
anzuheben. Zudem waren in den USA die Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker als erwartet
gefallen.

Merklich unter Druck geriet das britische Pfund. Grund dafür waren
Äußerungen des Brexit-Unterhändlers der Europäischen Union, Michel

Barnier, wonach die Verhandlungen über den britischen EU-Austritt ihr
erstes Etappenziel klar verfehlt haben. Es gebe bisher keinen
ausreichenden Fortschritt, um die wichtige zweite Phase der
Brexit-Gespräche zu starten, sagte Barnier. Knackpunkt sind unter
anderem finanzielle Forderungen der EU für gemeinsam eingegangene
Verpflichtungen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,90235 (0,89710) britische Pfund, 133,12 (132,72)
japanische Yen und 1,1552 (1,1524) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1290,25 (1289,25)
Dollar gefixt.



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