Studie: Künstliche Kraftstoffe werden sich durchsetzen

08.11.2017 17:19

Berlin (dpa) - Künstlich erzeugte Kraftstoffe werden nach
Einschätzung der Deutschen Energie-Agentur (Dena) bald eine
große Rolle für den weltweiten Verkehr spielen. Die flüssigen oder

gasförmigen Energieträger sind schon heute herstellbar, aber noch
sehr teuer. Der Einsatz synthetischer Kraftstoffe in
Verbrennungsmotoren werde neben die Elektromobilität treten, heißt es
in der am Mittwoch vorgestellten Dena-Studie, die der Verband der
Automobilindustrie (VDA) in Auftrag gegeben hatte.

VDA-Präsident Matthias Wissmann sprach in Berlin von einer
«faszinierenden Zukunftsoption», weil dank E-Fuels die heutigen
Motoren und Tankstellen weiter genutzt werden könnten. E-Fuels ist
der englische Fachbegriff für synthetische Kraftstoffe, weil sie mit
Hilfe von Strom aus Wasser und Kohlendioxid hergestellt werden.
Stammt die Elektrizität aus erneubaren Quellen wie Sonne und Wind,
dann sind die E-Fuels klimaneutral.

«Das ist keine Science-Fiction», sagte Dena-Geschäftsführer Andreas

Kuhlmann. Selbst wenn sich batteriebetriebene Elektroautos in den
kommenden Jahren durchsetzten, würden nach dem Szenario der Studie im
Jahr 2050 mehr als 70 Prozent des Energiebedarfs aller Verkehrträger
in der EU durch E-Fuels gedeckt. Der größte Teil werde dabei für de
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Flug-, Schiffs- und Straßengüterverkehr benötigt.

Wissmann regte an, in der EU «ein paar ganz große Projekte» für
E-Fuels auf die Beine zu stellen. Dies könnte zum Beispiel mit
Unterstützung der Europäischen Investitionsbank (EIB) geschehen.



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