Robuste Konjunktur stützt Eurokurs

09.11.2017 16:56

Frankfurt/Main (dpa) - Die günstige wirtschaftliche Lage in der
Eurozone hat den Eurokurs am Donnerstag gestützt. Die
Gemeinschaftswährung stieg auf 1,1634 US-Dollar. Im frühen Handel
hatte der Euro noch unter 1,16 Dollar notiert. Die Europäische
Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1630 (Mittwoch:
1,1590) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8599 (0,8628) Euro.

Das sich weiter verbessernde wirtschaftliche Umfeld gab dem Euro
Auftrieb. Die EU-Kommission hatte ihre Wachstumsprognose für die
Eurozone und viele Mitgliedsländer teils deutlich angehoben. Sie
erwartet in diesem Jahr ein Plus für die Eurozone von 2,2 Prozent.
Dies wäre der höchste Zuwachs seit zehn Jahren. Im Frühjahr war die
Kommission noch von 1,7 Prozent ausgegangen.

«Nach fünf Jahren moderater Erholung hat sich das Wachstum in Europa
nun beschleunigt», sagte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici.
Der Euroraum müsse jedoch enger zusammenwachsen, damit er besser
gegen künftige Schocks gewappnet sei.

Unter Druck blieb jedoch das britische Pfund. Nach dem Rücktritt
eines zweiten Kabinettsmitglieds innerhalb einer Woche wachsen die
Zweifel an der Stabilität der Regierung in London.
Entwicklungshilfe-Ministerin Priti Patel war am Mittwochabend wegen
nicht abgesprochener Treffen mit israelischen Regierungsmitgliedern
zurückgetreten. Eine Woche davor hatte Verteidigungsminister Michael
Fallon wegen Belästigungsvorwürfen seinen Hut nehmen müssen. Sowohl
zum Euro als auch zum Dollar gab das Pfund nach.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,88633 (0,88405) britische Pfund, 131,75 (131,54)
japanische Yen und 1,1589 (1,1581) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1284,80 (1284,00)
Dollar gefixt.



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