Inflation in der Eurozone sinkt wie erwartet

16.11.2017 11:26

Luxemburg (dpa) - In der Eurozone ist die Inflation im Oktober wie
erwartet zurückgegangen. Im Jahresvergleich habe der Preisanstieg 1,4
Prozent betragen, teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag nach
einer zweiten Schätzung mit. Die Behörde bestätigte damit wie von
Volkswirte erwartet eine erste Erhebung. Im September hatte die
Inflation noch etwas höher bei 1,5 Prozent gelegen. Im
Monatsvergleich legten die Verbraucherpreise im Oktober um 0,1
Prozent zu.

Auch die Kerninflation, die Energie, Lebens- und Genussmittel
ausklammert, ging im Oktober zurück. Sie lag laut Eurostat bei 0,9
Prozent, nach 1,1 Prozent im Vormonat. Auch in dieser Abgrenzung
hatte die Behörde die erste Schätzung wie erwartet bestätigt.

Sowohl die Gesamtinflation als auch die Kernteuerung liegen damit
deutlich unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB), die
für eine stabile Währung eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent
anstrebt. Weil dieses Ziel über lange Zeit verfehlt wurde, hatte die
EZB ihre Geldpolitik in der Vergangenheit extrem gelockert. Bei ihrer
jüngsten Sitzung hatte sie aber angekündigt, ihre monatlichen
Wertpapierkäufe ab Januar zu halbieren.



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