Zehn Jahre Haft für lettischen Syrien-Kämpfer

17.11.2017 10:31

Riga (dpa) - In Lettland ist ein junger Mann wegen Unterstützung
der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und der Teilnahme an Kämpf
en
in Syrien zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Regionalgericht
Riga erhöhte die Strafe damit um sechs Jahre gegenüber der ersten

Instanz, die den lettischen Staatsbürger zuvor vom Vorwurf der
Beteiligung an einer Terrorgruppe freigesprochen hatte. Dies
berichtet die Tageszeitung «Latvijas Avize» (Freitag). 

Der Verteidiger des Angeklagten kündigte an, das Urteil vor dem
Obersten Gerichtshof anzufechten. Der Mann war im Sommer 2016 von
türkischen Behörden festgenommen und an Lettland ausgeliefert worden.

Lettland hatte Anfang 2015 Kampfeinsätze für Terror- und
Separatistengruppen unter Strafe gestellt - sie können mit bis zu
zehn Jahren Gefängnis bestraft werden. Nach einem Beschluss des
Parlaments in Riga vom Donnerstag sind zudem künftig auch die
Verherrlichung von Terrorismus und Reisen in Terrorcamps strafbar.
Mit den verabschiedeten Gesetzesänderungen setzte der Baltenstaat
eine Vorgabe der EU zur Harmonisierung des Terror-Strafrechts um.



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