China legt Drei-Stufen-Plan zur Lösung der Krise um die Rohingya vor

20.11.2017 10:29

Peking/Naypyidaw (dpa) - China hat einen Drei-Stufen-Plan zur Lösung
der Krise um die Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar vorgelegt. Vor dem
Treffen der Außenminister aus Asien und Europa am Montag in Naypyidaw
schlug Außenminister Wang Yi vor, mit einer Feuerpause zu beginnen.

«Die erste Phase ist ein Waffenstillstand am Boden und die
Wiederherstellung von Stabilität und Ordnung, damit die Menschen
Frieden genießen und nicht mehr fliehen», zitierte ihn Chinas
Außenministerium in Peking. Das Ziel sei weitgehend erreicht, aber
«die Flamme des Krieges darf nicht wieder aufflammen».

Als zweiten Schritt müsse Myanmar mit Bangladesh über ein Abkommen
zur Rückkehr der Flüchtlinge verhandeln. «Die dritte Phase muss die
Wurzel des Problems angehen und Wege zur Lösung erkunden», sagte Wang
Yi, der Armut als Ursache des Konflikts sah. Die internationale
Gemeinschaft solle ihre Investitionen in die Armutsbekämpfung in der
Region ausweiten, forderte Chinas Außenminister.

Rund 830 000 Rohingya sind vor Gewalt und Verfolgung im buddhistisch
geprägten Myanmar nach Bangladesch geflohen. Alleine in den
vergangenen drei Monaten waren es nach einer Eskalation der Gewalt
620 000. Auch Bundesaußenminister Sigmar Gabriel nahm an den
Beratungen in Myanmars Hauptstadt teil.



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