Sklavenhandel in Libyen: Merkel sagt mehr Hilfe für Afrika zu

29.11.2017 10:56

Abidjan (dpa) - Kanzlerin Angela Merkel hat vor dem Hintergrund von
Berichten über Sklavenhandel in Libyen eine stärkere Unterstützung
Afrikas im Kampf gegen illegale Migration zugesagt. Mit den
Meldungen, dass Flüchtlinge und Migranten in Libyen wie Sklaven
verkauft würden, habe das Thema «eine hohe emotionale Bedeutung
bekommen», sagte Merkel am Mittwoch nach einem Treffen mit dem
Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, in Abidjan, dem
Regierungssitz des westafrikanischen Landes. «Daraus ergibt sich auch
ein gemeinsames Interesse daran, die illegale Migration zu beenden
und dafür legale Möglichkeiten zu bekommen für Menschen aus Afrika,
die Ausbildung bekommen, die bei uns studieren können.»

Gegen Mittag wollten bei dem zweitägigen mehr als 50 Staats- und
Regierungschefs aus der EU und Afrika über bessere Perspektiven für
die rasant wachsende Bevölkerung auf dem Kontinent beraten.
Deutschland und die EU erhoffen sich auch eine Eindämmung der
Migration in Richtung Europa, wenn es in den Herkunftsstaaten bessere
Lebensbedingungen gibt.

Illegale Migration spiele auf dem afrikanischen Kontinent
flächendeckend eine Rolle, sagte Merkel. Die Kanzlerin lobte die
Fortschritte der Regierung Ouattaras bei der Entwicklung des Landes.
Gerade die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft
spiele eine große Rolle. Nachdem es jahrelang keine Entwicklungshilfe
gegeben habe, werde Deutschland vor diesem Hintergrund die
Elfenbeinküste verstärkt unterstützen.



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