Marokko stellt Flugzeuge für ausreisewillige Migranten in Libyen

30.11.2017 13:47

Abidjan (dpa) - Von einem Evakuierungsplan für in Libyen festsitzende
Migranten sollen in einem ersten Schritt rund 3800 Menschen aus einem
Lager in Tripolis profitieren. Marokko habe zugesagt, Flugzeuge für
den Einsatz zu stellen, sagte der Vorsitzende der Afrikanischen Union
(AU), Alpha Condé, am Donnerstag zum Abschluss des EU-Afrika-Gipfels
in Abidjan, der Wirtschaftsmetropole der Elfenbeinküste. Die Menschen
in dem Lager, darunter viele Frauen und Kinder, würden dort unter
unmenschlichen Zuständen leben, so Condé weiter.

In Libyen sollen verschiedenen Schätzungen zufolge zwischen 400 000
und einer Million Migranten festsitzen und auf eine Überfahrt nach
Europa hoffen. Angesichts der dramatischen Menschenrechtslage fort
und Berichten über Fälle von Sklavenhandel hatten sich die Teilnehmer
des EU-Afrika-Gipfels am Mittwochabend darauf geeinigt, so schnell
wie möglich ausreisewillige Migranten auszufliegen.

Der libysche Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch stimmte dafür zu,
dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und der internationalen
Organisation für Migration (IOM) Zugang zu den Lagern in seinem
Machtbereich zu gewähren. 



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